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Die Windecker Sommerabendkonzerte

20 Jahre Windecker Sommerabendkonzerte. Von Oper, Oratorium, Kunstlied bis Operette, Musical und Chanson ist Vieles zu hören. Auch Jazz und Songs, deutscher Schlager und Volkslied werden gegeben. Nicht immer (ratsam), aber so häufig wie möglich dürfen die lieben Gäste mitsingen.

Inzwischen eine Insti­tution in Windeck: Die Konzertreihe führe ich mit dem Ensemble »Passe­partout« und Gast­musiker*innen in meiner Heimat­gemeinde durch. Schloss-, Burg-, Scheunen-, Garten- und Berg­konzerte laden ein, drinnen und draußen – wenn es das Wetter zulässt. Mitge­brachte Tisch­chen, Stühl­chen, Liegen und Sonnen­schirme schaffen bei den Open-Air-Konzerten eine wunder­bar heimelig-unauf­geräumte Atmo­sphäre. Auch ungewöhnliche Orte suchen wir auf: Holzlager, Heuhotel, Bettenstudio und Trauerhalle... Es gibt viel zu erzählen. Seien Sie dabei!

 

"Hinweis: Wer je einmal ein professionelles Konzert organisiert hat, weiß, welch hohes Maß an Logistik, Knowhow und finanziellen Mitteln hinter einem solchen Ereignis steckt. Daher ist den Windecker Sommerabendkonzerten, einer Eigeninitiative Hubert Grunows, alle nur denkbare Unterstützung zu wünschen, sei es von öffentlicher wie privater Seite. Die des Publikums hat er schon … aber auch die treuer Sponsoren." Prof. Dr. Matthias Henke, Musikwissenschaftler (Siegen/W-Dattenfeld)

Mit Schwung durch die Schlagerwelt

Hubert Grunow lud das Publikum bei seinem Sommerabendkonzert zum Mitsingen ein

Von Sylvia Schmidt 

Windeck. Wenn Tenor Dr. Hubert Grunow seine Windecker Sommerabendkonzerte gibt, dann darf mit Opulenz, mit Musik in Hülle und Fülle, gerechnet werden. Regnete es noch zwei Stunden vor dem Auftakt der fünfteiligen Konzertreihe, so lugte mit Konzertbeginn am frühen Abend sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Rund um den Musikpavillon im Dattenfelder Freizeitpark ließen sich im Laufe des Abends immer mehr Zuhörer nieder. Auf dem musikalischen "Speiseplan" stand gemeinsames Schlagersingen.

30 Jahre auf der Bühne

Grunow eröffnete den Abend mit "Thank you for the music" von Abba. Für das Dankeschön gab es einen besonderen Anlass, im vergangenen Jahr hatte der Sänger nämlich sein Bühnenjubiläum mit 30 aktiven Jahren nicht feiern können. "Mein erstes Konzert war in Bonn mit Werken von Camille Saint-Saens", erinnert er sich. Da war Grunow 34 Jahre alt. Zuvor hatte er promoviert, seine Doktorarbeit in Theologie schrieb er über den französischen Mathematiker und Philosophen Blaise Pascal. Seit 21 Jahren ist Pianist Hansmartin Kleine-Horst zuverlässiger Begleiter an den Tasten. Das eingespielte Duo gab mit "Rote Lippen soll man küssen" den Kurs vor: genießen, Sorgen vergessen, Spaß haben und lauthals mitsingen. Ohne Gegenwehr stimmten die Konzertgäste spätestens bei den Refrains mit ein. Oldies und Schlager aus sieben Jahrzehnten standen auf dem Programm. Für die unvergänglichen Lieder von Udo Jürgens wurde der rote Teppich ausgerollt.

Weit in die Vergangenheit reichten Schlager wie "Adieu, mein kleiner Gardeoffizier", "Capri-Fischer",  und "Deine Heimat ist das Meer". Mit Schwung ging es in die 60er Jahre mit "Straßenfegern" wie Bill Ramseys "Pigalle" und Celentanos "Azzurro".

Schwül wurde es in den 70ern mit Songs wie Maffeys "Und es war Sommer" und Marinanne Rosenbergs "Er gehört zu mir". Reinhard Mey brachte mit "Über den Wolken" ein erfrischendes Konzert, bei dem auch Hilde Knefs "Rote Rosen" regneten.      (Rhein-Sieg-Rundschau und - Anzeiger vom 07. August 2021)

Klänge der Begegnung

Konzert mit dem Turkish Chamber Orchestra, Betin Günes, Marianne Haupt und Hubert Grunow im Siegtaldom

Ist es nicht erstaunlich, wie sich klassische abendländische Musik mit morgenländischen Rhythmen und Melodien verbinden lässt? Ihr habt es auf so natürliche Weise gezeigt. Ich denke, die größten Anstöße gehen nicht vom Kopf aus, sondern vom Gefühl. Da habt Ihr heute Abend etwas ganz Erstaunliches vollbracht. Ein wunderbares, so noch nie gehörtes Erlebnis, mit großem Nachhall. Jürgen

Da ist dein Konzept aber voll aufgegangen!!! Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren Windecker Sommerabendkonzerte. Und der wunderbaren Integration der Geflüchteten. Christa

Herzlichen Glückwunsch zu dem wirklich beeindruckenden Konzert!... und dem anschließenden lukullischen syrisch-deutschen Buffet mit so vielen wertvollen Gesprächen. Danke! (N.N.)

Papapapageno (Mozart) Und hier ein kleiner Konzertbeitrag bei Youtube. Bitte anklicken!

Marianne Haupt und Hubert Grunow im Mozart-Duett (Papapapageno(a), begleitet von Betin Günes's Turkish Chamber Orchestra

Mozartkonzert mit Aufführung der Krönungsmesse im Dattenfelder Siegtaldom

Mozart - die Summe des Lebens

"Er schenkte uns  Komisches wie Tragisches, das Naive und das Intellektuelle, Erotisches und Züchtiges, Sünde und Andacht. In den heiligen Hallen des Dattenfelder Doms, als deren kundiger Sarastro zweifelsohne Hubert Grunow fungierte (wenngleich Tenor), konnten wir eben dieses ganzheitliche Menschenbild erfahren. Dank für seine Initiative - verbunden mit dem Wunsch, den Windecker Sommer allseits gefördert zu sehen". Prof. Dr. Matthias Henke (Musikwissenschaftler, Uni Siegen)

O Täler weit, o Höhen

Volkslieder-Mitsing-Konzert auf der Wilhelmshöhe

Von Peter Lorber

Windeck. - „Oh Täler weit, oh Höhen“: Hubert Grunow hätte für den Abschluss seiner Windecker Sommerabendkonzerte angesichts des herrlichen Ausblicks ins Siegtal kein passenderes Lied wählen können.

Es gibt wenige Naturbühnen in der Region mit der idyllischen Wucht der Wilhelmshöhe. Der Blick über die Bühne hinweg erstreckt sich über Rossel, Wilberhofen, das Siegtal bis Dattenfeld, die Nutscheid sowie die Rosbacher und Leuscheider Höhen, nachdem vor einigen Monaten am Hang über Rossel die Bäume gefällt wurden.

Fleißige Hände hatten eine Wiese nun in einen Freilichtsaal ähnlich eines Amphitheaters verwandelt. Die Stuhlreihen standen in sanft ansteigendem Halbrund – mit Fachwerk und grasenden Pferden als Hintergrundkulisse. Klar wussten die Stammgäste um den lauschigen Platz, und auch bei auswärtigen Musikliebhabern hatte sich die zweite Auflage der Sommerabendkonzerte herumgesprochen.

So mussten die Verantwortlichen weitere Stühle heranschaffen, um zusätzlich zur bestehenden Bestuhlung und den von den Gästen mitgebrachten Hockern der 200-fachen Nachfrage nach Sitzgelegenheiten zu genügen.

Zu Grauburgunder und anderen Erfrischungen ließ sich das mit Pfiff und Herzlichkeit zusammengestellte Programm in der Abendsonne doppelt genießen. „Alles schön beleuchtet“, sagte Moderator, Veranstalter und Sänger Grunow.

Panorama-Volksliedkonzert hatte der Gastgeber die Veranstaltung getauft und, die Mitsing-Bereitschaft der Gäste einkalkulierend, entsprechende Textzettel verteilt. Da entstand gleich ein harmonisches Miteinander, schließlich durften sich jetzt alle als Mitwirkende fühlen.

So funktionierte das „Freut Euch des Lebens“ ebenso zünftig wie das „Auf du junger Wandersmann“ oder Silchers „Das Lieben bringt groß' Freud'“, das seine romantische Wirkung entfaltete.

Die Stücke – mit der einsetzenden Dämmerung wurden Abendlieder angestimmt – unterstützten musikalisch abwechselnd das Bläserquintett des Siegtaler Bläsercorps und die Harfenistin Carola Pinder sowie die Pianistin Dörte Behrens, die oft mit Grunow das Trio Triangeli bilden.

Einige Stücke gehörten den Bläsern alleine, etwa Wilhelm Bornemanns „Im Wald und auf der Heide“, zu dessen Jagdklängen die bis dahin still grasenden Pferde auf der weiten Koppel zum stolzen Galopp ansetzten.

Dem Konzert Charme verliehen

Begeisternde Intermezzi gab es von den „Deezekusener Schmettereulen“. Der Frauenchor und sein Quotenmann Jürgen Hennlein als Gitarre spielender Dirigent setzt auf Mundartlieder und humorvolle Texte.

Ihr Lied von „Manni und Hanni“, die „seit 30 Johr binehn sin“ und sich nicht verstehen, zündete mit seinen Wortspielen über Eier, Reiher, Meier und Geier.

Mit dem Drehorgelspieler Hubert Heuser, der in Frack und mit Zwirbelbart antrat, und dem Quetschvirtuosen Uli Kremer hatte Grunow weitere Partner, die dem Panorama-Konzert Charme verliehen.

– Quelle: www.ksta.de/24451228 ©2017

Jazzabend klang aus mit "Wonderful world"

Beeindruckendes Aufgebot von Solisten und eine interessante Ausstellung beim Sommerkonzert

von Harald Röhrig

Windeck. Einen exquisiten Leckerbissen für Jazzfreunde präsentierte Dr. Hubert Grunow zum zehnjährigen Bestehen der Windecker Sommerkonzerte im Saal Höffer in Dattenfeld. Eine Solistenriege, wie sie Grunows Freund Joachim Tillmanns mit seinem Schweiz-Deutschen-Jazzprojekt in einer Band zusammengestellt hatte, konnte man im Ländchen wohl noch nicht erleben. Neben Tillmanns (Posaune) reiste auch der explosive Schlagzeuger Michael Bremges aus der Schweiz an. Dazu sorgten deutsche Musiker für Top-Qualität: Saxophonist Stephan Aschenbrenner aus Wiehl, Gitarrist Wolfgang Scheelen (auch Harpe) aus Düsseldorf, Bassist Paul Ulrich aus Köln, Pianist Hansmartin Kleine-Horst aus Nümbrecht mit seinen unglaublich schnellen Fingern und natürlich der Windecker Tenor Grunow, der erneut bewies, dass seine Stimme nicht nur als Opernsänger für Qualität steht. Da konnten es die Zuhörer im bis auf den letzten Platz besetzten Saal leicht verschmerzen, dass sich der ebenfalls hervorragende Trompeter Mirko Kirschbaum aus Witten verfahren hatte und die Band erst später verstärkte. Nach etwas zögerlichem Beginn gingen Schwung und Rhythmus bei den Zuhörern bald in Blut und Beine. Jazz-Klassiker wie „King of the road“, „Rosetta“ oder “Jambalaya” passten zum amerikanischen Buffet. Mit Satchmos „What a wonderful world“ klang der Sommerabend aus.

Schüüren Jazz '21

Swiss-german-Jazz-Project, Auf Wehners Hof in Hoppengarten

mit Joachim Tillmanns (Posaune/ Orga), Jörg Kuhfuss (Trompete), Michael Marenke (Banjo/Gitarre), Stefan Aschenbrenner (Saxophon), Clive Fenton (Susaphon), Niklas Walter (Drums), Hansmartin Kleine-Horst (Tasten), Hubert Grunow (Gesang).