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Mundart-Lesungen

Was gibt es Schöneres, Urigereres und Lustigeres als eine Mundart-Rede. Mundart bedeutet Zugehörigkeit zu einer Region, zu einem Lebensraum. Hier bin ich erkannt. Hier bin ich zuhaus.

Meine Mundart ist das »Raußeler Platt«. Es ist nahezu deckungsgleich mit dem »Dattefelder Platt«, der Mundart des Kirchortes und der früheren Landgemeinde. Hier ging man zum Gottesdienst, zum Dokter, kaufte ein, ließ reparieren, Haare schneiden, vergnügte sich in der Kneipe und machte seine Behördengänge om Amt. 

Meine Heimat liegt im Windecker Ländchen, nahe bei Siegburg, Bonn un Kölle. Wir pflegen einen ripuarisch-rheinischen Akzent, den man über die Eifel bis nach Flandern versteht. Sidd’r  janz verröck op en paar Verzällcher, dann kunn ech doch flöck zo Üch, nit wohr?!

»Tag der Muttersprache« in der WDR Lokalzeit Bonn – mit Ben, Jon und Hubert

Resonanzen

Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2015: Musik

grunow-musik_auf_dem_dorf.pdf

Mein Artikel: Musik auf dem Dorf

Klicken Sie zum Lesen bitte den obigen Link an!

 

Ävver de Musik wor schüüen

Hallo Hubert!
Es wor en wunderbarer Uptritt do in däm Chaaden. Mir hann letzten Fridach dänn chanzen Obend über dich jeschwätzt, weil du so chood worscht! Mir sehn dich immer noch up Zehenspitzen stohen, als du de Putzfrau gespierlt häst!   Vom letzten Johr hammer immer noch dänn Satz: "Aber de Musik wor schürn" im Kopp!  
Et chröößen dich de "Schmettereulen uss Deezekusen"

Gut angekommen

Guten Abend, lieber Hubert, ich möchte Dir für den tollen, kurzweiligen Abend danken. Die Zeit war so schnell vergangen. Es war wirklich sehr, sehr gut. Ich konnte ja die Reaktionen des Publikums beobachten und die waren auch alle sehr angetan und hatten ihren Spaß. Ihr beide seid sehr gut angekommen. Vielleicht sehen wir uns am Sonntag zum Konzert. Bis dahin grüßt dich Monika. (Zuschauerresonanz zur Weihnachts-Lesung "Chressdaach - traumhaft schön" am 14.12.2017 im Burghaus Bielstein mit meinem Pianisten Hansmartin Kleine-Horst)

Mit Verzällcher durch das Jahr

MundArt  - Hubert Grunow veröffentlicht neue Stücke op Platt
von Sandra Ebert
Windeck. Mal ehrlich - wer spricht denn heute noch Platt? Dabei ist der Singsang von der Oberen Sieg so charmant, so witzig und so vollgepackt mit wohlklingenden Worten. ... "Duur et Johr...Duur et Levven" (Grunows neue DVD) ist ein Begleiter durch das ländliche Leben mit all seinen kuriosen Ereignissen..
Mit Verzällchen und Weisheiten sowie passenden Fotos begleitet der Tenor aus Rossel seine Hörer durch das Jahr - vom erwachenden Frühling über die fünfte Jahreszeit und Sommer bis in den Herbst. Und er zeigt, dass Platt längst nicht nur komisch oder derbe sein muss, sondern melancholisch und leise sein kann: "Mem Novemberwönk weht och et Laachen, die Freud vom Summer duur de Düür".
(Rhein-Sieg-Anzeiger vom 22.12.12)

Stemmen van Lüggen, die dobin woren.


Lieber Hubert, vielen Dank für den wunderschönen Nachmittag und Abend bei Höffers. Kurzweilig, geistreich und und vor allem unterhaltsam. Wünsche uns für unser schönes Dorf Dattenfeld, dass Du mit deinem Humor noch viele andere Mitbürger beglückst. Grüße, Jupp und Rita

Bändigt die übelste Schafskälte

"Lieber Hubert, deine ganz persönliche Art, wie du singst, sprichst, moderierst, deine Leute ziehst, uns alle einbindest mit so viel Humor und Schalk im Gesicht, dass man schon weiß, jetzt kommt wieder was, wo du lachen musst und dich wohl fühlen kannst, bändigt die übelste Schafskälte." (U. Prediger)

Nikolaus-Rap

Der Nachmittag am Samstag hat mir sehr gut gefallen. Bei den Verzällcher aus der guten alten Zeit fühlte man sich um Jahre zurückversetzt, und man dachte nach: Vieles war früher wunderschön, aber auf manche Sachen kann man heute, Gott sei Dank, gut und gerne verzichten.  Die Geschichte von der Begegnung zwischen dem "alten" Nikolaus und der türkischen RAP-Jugend war eine gute Idee, das versöhnliche Ende sollte in der Realität sicher irgendwann stattfinden können.   Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und noch jede Menge Ideen für neue Lieder und Texte,   Marianne S.

Siegtaler Weihnacht

Weihnachten auf Platt. Die neue Weihnachts-CD: Siegtaler Weihnacht. „D’r Nikkelaus“, „et Chresskind“ und „Ruuetkäppchen“  auf einer  CD, dazu „Chressboomsmöschen“ und Weihrauchnebelbänke  – das kriegt nur einer hin: Hubert Grunow.  Der Konzertsänger und Doktor der Theologie aus Windeck-Rossel hat nach „Chressdaach – traumhaft schön“ einen zweiten Silberling nicht nur, aber vor allem für den Advent produziert. „Siegtaler Weihnacht“ lautet der Titel. Der Mundart nicht Mächtige seien gewarnt: Gesungenes, Gereimtes und Geschwätztes kommen  in kompromisslosem Platt   zu Gehör, ob von Grunow selbst oder  von den Nachbarsjungen Ben(9) und Jon(8) vorgetragen – und von Hansmartin Kleine-Horst am Piano eingeleitet oder begleitet. „De Weihnachtszick lööft aan“, stellt der 61-Jährige zu Beginn fest und empfiehlt, es sich in mucklig warmer Stube im Sessel unter einer Decke bequem zu machen mit einer   Tasse Kakao oder Glühwein in Reichweite. Dann folgt auch schon das Rotkäppchen-Märchen à la Grunow: Großmutter  hat im Windecker Ländchen eine Event-Gastronomie aufgemacht . . . Ein ums andere Mal  treibt die Fantasie lokalcolorierte Blüten,  was  auch bei den „Möschen“ (Spatzen) im Christbaum der Fall ist. Wie sie hineingerieten, wird hier nicht verraten. Mit Witz und Wissen  um Rituale und Bräuche  auf der Feiertagsstrecke  vom Reformationstag bis Heilige  Drei Könige  thematisiert Grunow  außerdem menschliche Eigenarten  und Gemütslagen. Im Verzäll über verblasste Heiligenscheine heißt es: „Gut, wenn man ein Herz hat, Gefühl kann nichts schaden.“ Anrührend  wird es beim  Gedicht über  die innige Begegnung Jons mit dem Nikolaus, unbändige Vorfreude auf  den Winter  drückt sich aus im Liedchen „Kutt eruss, et schneit wie doll“. Feierlich-getragen erklingt Grunows  „Steernensching en kloren Näächten“. Klassisch lässt er das Christkind aus dem  Wald hervortreten.  Dazwischen haben die Weihnachtsgeschichten nach Lukas und Matthäus Platz, natürlich mundartlich adaptiert.  „Maat üch nit en de Butze!“, spricht da der Engel statt „Fürchtet euch nicht!“ Dass Hubert Grunow nicht nur Stimmbildungsunterricht erteilt, sondern auch genossen hat, zeigt sich in sämtlichen Kapiteln mit ausnahmslos selbst verfassten Texten. Köstlich akzentuiert der weibliche Part in Zwiegesprächen,   kraftvoll  der Gesang, fröhlich das hier und da eingelegte Lachen. So mögen manche Plattbegriffe Rätsel aufgeben, doch versteht man immer, worum es geht. Und wenn der Künstler, von  kalten Rauhnächten erzählend, lautmalerisch den Wind heulend ums Haus streichen lässt, ist   man tatsächlich froh, drinnen im Sessel bei Kakao oder Glühwein zu sitzen.

Klaus Heuschötter, Redakteur der Rhein-Sieg-Rundschau

Schibbelich jelacht

Hubert, ich wollte dich vor Wochen noch in Dattenfeld anrufen und dir sagen, wie sehr mir deine Erzaehltechnik und dein Humor gefällt.  Marlies und ich haben uns bei dem  Video (von Ursula und Rossel) schier »schibbelich« jelacht.  Die nächste CD haben wir auch fertig gehört, und sie war ebenfalls einfallsreich und toll erzählt.  Leider habe ich das Video mit "et Schwarze" (oder so) beim Kofferpacken vergessen.  Es ist fast möglich, dass ich dieses Video mit dem US-System nicht sehen und hören kann.  Aber nächstes Jahr, wenn i komm wenn i wieder  wieder komm, dann hör ich sie bei Marlies und Horst.  
Annely

Typischer Hubert Grunow-Abend

Hallo lieber Hubert!  
Roswitha und ich möchten vermelden, dass der von Dir gestaltete Abend gestern in Altwindeck sehr, sehr gut gelungen war. Es war wieder ein typischer ‚Hubert Grunow – Abend’ :) :) !!  Grüsse von der Spitzenburg, H. und R.

Mit blühender Fantasie

RRS 23.12.2009 AN RHEIN UND SIEG PERSÖNLICH / RUNDSCHAU-CD-TIPP

Wie die Heilige Familie ins Windecker Ländchen kam.

Bücher, CDs und Spiele sind ideale Geschenke. Die Rundschau-Mitarbeiter geben in der Adventszeit persönlicheTipps.

Baum, Krippe, Geschenke, Speisen - alles ist an seinem Platz und für die Festtage hergerichtet. Jetzt sollte man zur Ruhe kommen, sich vielleicht in einen gemütlichen Sessel setzen und ein Nickerchen riskieren, gerade so, wie Dr. Hubert Grunow, der uns teilhaben lässt an einem sonderbaren Traum . . .Noch ehe die Heiligen Drei Könige in Bethlehem eintreffen, machen sich Maria und Josef mit dem Jesuskind auf die Reise Richtung Süd-Süd-West, dann den Jordan rauf nach Norden, durch Syrien, über Kleinasien und den Balkan bis nach Wien und weiter an der Donau entlang. Der Stern und die "drei Imis aus dem Morgenland" zockeln hinterher, wobei Caspar, Melchior und Balthasar bald Reisekosten und in Passau der Jetlag schwer zu schaffen machen. In Bayern will die Heilige Familie auf keinen Fall bleiben, zieht nach Norden weiter, auf Köln zu, hält sich hinter Frankfurt aber mehr nach rechts und gelangt schließlich in die Heimat Grunows, der dies alles auf Platt erzählt."Se komen vun Lüsched erin en et schüene Windecker Ländchen, die Lüscheder Bloskapell dät spellen, als se feierlich enzogen." Spätestens an dieser Stelle bekommen Hörer der CD "Chressdaach - traumhaft schön!" mit, dass es sich um den Mitschnitt eines Live-Vortrags handelt: Ein ums andere Mal quittiert das Publikum mit Lachern die Nennung von Windecker Ortschaften und von Personen, wie etwa Althoffs Hildegard, die für Maria einen Aufnahmeauftrag für den Kirchenchor ausfüllt. Mit blühender Fantasie und amüsant (nicht nur für Windecker) malt Grunow aus, wie es "Jesses, Maria und Josef" in der kölschen Provinz ergeht, gespickt mit viel Lokalkolorit und einigen Lebensweisheiten. Selbstverständlich strickt der bekannte Tenor auch gesanglich, begleitet von Hansmartin Kleine-Horst am Flügel, an dieser herrlich rheinischen Weihnachtsgeschichte. Die CD "Chressdaach - traumhaft schön!" (knapp 79 Minuten, 18 Euro) gibt es in der St. Laurentius-Apotheke und bei Schreibwaren Joest in Dattenfeld, in den Buchhandlungen Schlösser (Rosbach) und Windrose (Eitorf), in der Buch- undKunsthandlung auf dem Michaelsberg in Siegburg und bei Dr. Hubert Grunow in Rossel, 0 22 92/92 28 77. (kh)

Zur rheinischen Weihnachtsgeschichte von Dr. Hubert Grunow rät Klaus Heuschötter.