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Hubert Grunow liest aus seinem neuen Buch "farbig" - Die Lesung ist wegen Corona abgesagt -

… sozial, berührend, heiter, eigenartig, kurios, kryptisch, abgefahren…

 

Lesung am Freitag, 05.Juni, 20 Uhr, Alter Bahnhof Langenfeld

 

 

farbig
 

Cover: Bernard Bieling, Innercity Blues

Klappentext:
Über dieses Buch.
Farbig sind die Menschen. Alle. Irgendwie. Es gibt nicht nur Weiße. Manche sind farblos. Die gibt es auch. Die so gar nichts ausstrahlen. Andere lassen viel zu viel raus. Lassen gute Stimmungen im Moment kippen, gehen auf die Barrikaden, gerieren sich unbändig.
Praktisch theo-logisch geht es zu in diesem Buch. Praktisch philo-sophisch auch. Da darf geschmunzelt werden, auch laut gelacht, da werden Sie, liebe Leser*in, eingeladen, mit dem Autor in die Tiefe zu gehen, ins Eingemachte, in seine Welt.
Dieser Theo-/Philo-Schmöker ist aus dem Leben gegriffen, aus vielen Biografien. Hautnah. Lebens- und gefühlsecht gibt er so einiges zum Denken auf. Zum Staunen vielleicht.
Schauen Sie einem rheinischen Menschen über die Schulter, wie er seinem Beruf als Seminarleiter, Lebensberater, Hochzeits- und Trauerredner, Supervisor und Konzertsänger nachgeht. Oder auch als reisender Mensch. Sie werden überrascht sein.

Bisherige Lesung

20.01.2020, Buchhandlung Schlösser, Windeck-Rosbach

 

Rezension

Rhein-Sieg-Rundschau und Anzeiger vom 10.01.2020
Von Liebe, Leid und dem wahren Leben
Sänger und Redner Hubert Grunow aus Rossel legte theophilosofischen Schmöker vor


Windeck. Vor allem als Konzertsänger kennt man ihn und als Mann „Henger d’m Bredderzung“, der die Mundart hochhält. Beruflich ist der Theologe Dr. Hubert Grunow aus Rossel auch als Festredner und Coach unterwegs: Lebensberatung, Supervision und Teambildung stehen unter anderem auf seiner Visitenkarte. Was er da macht und erlebt, steht in „farbig“, dem neuen Buch des 64-Jährigen.
Sozial, berührend, heiter, eigenartig, kurios, kryptisch, abgefahren – die Aufzählung im Untertitel des „theophilosofischen Schmökers“ lässt es ahnen: Wer sich auf die Lektüre einlässt, begibt sich gleichsam auf eine Achterbahn. Überraschend kommen Kurven und Sprünge, wechseln sich unvermittelt Begräbnis- mit Hochzeitsreden, Urlaubsanekdoten und Gedichte ab, wird der Leser aus einem Trauerseminar für Pädagogen in die Beratung eines Mannes gekippt, der eine Prostituierte liebt. Zu Loopings setzt der mehrere Seiten lange, rührende Dialog mit einer Demenzkranken an: Da Grunow komplett auf Gänsefüßchen verzichtet, verliert man hier leicht die Orientierung – wie passend bei diesem Thema.
Fast aus der Kurve trägt es einen, wenn es um unerklärliche Phänomene geht, die der Autor einmal mit Geschepper und einmal „im weißen Licht“ stehend erlebte – waren da Dämonen und Engel im Spiel?
Die Geschichten gehen unter die Haut, sprechen stets das Menschliche an, werben um Empathie, haben Tiefgang. Grunow nimmt die Leser mit zu Liebenden und Leidenden, mit ans Grab und mit zu „seinen“ Flüchtlingen, um die er sich kümmert. Bei allen Problemen kommt das alles, auch dank des Erzähltempos und des rhetorischen Schliffs, nicht schwermütig daher.  Und Grunow wäre nicht Grunow, gäbe es nicht immer wieder etwas zum Schmunzeln. Köstlich ist etwa die Story von der Fronleichnamsprozession, bei der er mit drei Syrern den Baldachin trug, und der Pfarrer sich die üblichen Kommentare („mehr rechts gehen, vorne links langsamer, hinten rechts nicht so hoch“) verkniff, weil er sich vielleicht dachte, bei so vielen Moslems und einem „durchgeknallten Theologen“ auf der Hut sein zu müssen.
Klaus Heuschötter

 

Dr. Hubert Grunow „farbig – Ein theophilosophischer Schmöker“
Farbig ist eine glatte Untertreibung! Das 240 Seiten starke Bändchen ist ein textlicher Blumenstrauß mit einer Fülle von duftenden Blüten aller denkbarer Arten von der Tragödie über Alltagmenschliches bis hin zu fröhlichen Liebesgeschichten… und ihren Folgen. Ein Potpourri, wie es nur ein beruflicher Tausendsassa als Pädagoge, Konzert-Tenor, Theologe, Philosoph, Psychologe, Gesangslehrer und Hochzeits- und Trauerredner aus seiner unglaublich vielseitigen Praxis erzählen kann und zwar in einem Nonstop-Gespräch gerichtet an seine Schüler, Zuhörer, Leser, so wie ihn hier in der Region hunderte von Menschen von seinen Sommerkonzerten her kennen.
Grunows Schreibstil mit viel freier Assoziation hat – wie könnte es anders sein – etwas sehr Musikalisches und ist trotz mancher ernster Inhalte dadurch melodisch unterhaltsam und vergnüglich!
Dr. Frieder Döring