farbig – mein neues Buch ist erschienen!

Ich freue mich, Ihnen mein neues Buch vorstellen zu dürfen. Schauen Sie einem rheinischen Menschen über die Schulter, wie er seinem Beruf als Seminarleiter, Lebensberater, Hochzeits- und Trauerredner, Supervisor und Konzertsänger nachgeht. Oder auch als reisender Mensch. Sie werden überrascht sein. Zu erwerben ist es direkt bei mir (info@grunow-seminare.de), im Buchhandel, online im BoD-Bookshop (Link untenstehend) oder bei Amazon. Es wird im Taschenbuchformat oder als eBook angeboten. Probelesen können Sie im BoD-Bookshop. Viel Spaß!

Rezension

Rhein-Sieg-Rundschau und Anzeiger vom 10.01.2020
Von Liebe, Leid und dem wahren Leben
Sänger und Redner Hubert Grunow aus Rossel legte theophilosofischen Schmöker vor


Windeck. Vor allem als Konzertsänger kennt man ihn und als Mann „Henger d’m Bredderzung“, der die Mundart hochhält. Beruflich ist der Theologe Dr. Hubert Grunow aus Rossel auch als Festredner und Coach unterwegs: Lebensberatung, Supervision und Teambildung stehen unter anderem auf seiner Visitenkarte. Was er da macht und erlebt, steht in „farbig“, dem neuen Buch des 64-Jährigen.
Sozial, berührend, heiter, eigenartig, kurios, kryptisch, abgefahren – die Aufzählung im Untertitel des „theophilosofischen Schmökers“ lässt es ahnen: Wer sich auf die Lektüre einlässt, begibt sich gleichsam auf eine Achterbahn. Überraschend kommen Kurven und Sprünge, wechseln sich unvermittelt Begräbnis- mit Hochzeitsreden, Urlaubsanekdoten und Gedichte ab, wird der Leser aus einem Trauerseminar für Pädagogen in die Beratung eines Mannes gekippt, der eine Prostituierte liebt. Zu Loopings setzt der mehrere Seiten lange, rührende Dialog mit einer Demenzkranken an: Da Grunow komplett auf Gänsefüßchen verzichtet, verliert man hier leicht die Orientierung – wie passend bei diesem Thema.
Fast aus der Kurve trägt es einen, wenn es um unerklärliche Phänomene geht, die der Autor einmal mit Geschepper und einmal „im weißen Licht“ stehend erlebte – waren da Dämonen und Engel im Spiel?
Die Geschichten gehen unter die Haut, sprechen stets das Menschliche an, werben um Empathie, haben Tiefgang. Grunow nimmt die Leser mit zu Liebenden und Leidenden, mit ans Grab und mit zu „seinen“ Flüchtlingen, um die er sich kümmert. Bei allen Problemen kommt das alles, auch dank des Erzähltempos und des rhetorischen Schliffs, nicht schwermütig daher.  Und Grunow wäre nicht Grunow, gäbe es nicht immer wieder etwas zum Schmunzeln. Köstlich ist etwa die Story von der Fronleichnamsprozession, bei der er mit drei Syrern den Baldachin trug, und der Pfarrer sich die üblichen Kommentare („mehr rechts gehen, vorne links langsamer, hinten rechts nicht so hoch“) verkniff, weil er sich vielleicht dachte, bei so vielen Moslems und einem „durchgeknallten Theologen“ auf der Hut sein zu müssen.
Klaus Heuschötter